Wie man auf dem einen oder anderen Beitrag hier auf meiner Seite erkennen kann bin ich gerne im dunkeln unterwegs.
Zumeist um irgendwie irgendwas mit dem Sternenhimmel im Hintergrund abzulichten.
Dieser Beitrag soll einzig und allein alle meine „Sternspurenbilder“ beinhalten. Das erste Bild wird somit immer das aktuellste sein. Ich hoffe es gefällt.
31.03.2021 – Heilandskirche am Port von Sacrow08.03.2020 – Windmühle in Borne21.02.2021 – Das Belvedere auf dem Klausberg14.02.2021 – Die Meierei im Neuen Garten12.02.2021 – Blick zum Belvedere auf dem Klausberg20.11.2020 – Blick zur Communs07.11.2020- An der Heilandskirche in Sacrow22.09.2020 – Der Bogenschütze im Park von Sanssouci18.09.2020 – Gülpe Richtung Norden18.09.2020 – Gülpe Richtung Süden22.04.2020 – Babelsberger Park mit dem Matrosenhaus und dem Flatowturm20.04.2020 – Spitze des Drachenhauses20.04.2020 – Das Belvedere auf dem Klausberg und der ehemalige Weinberg vom Drachenhaus aus gesehen10.04.2020 – Der Ruinenberg vom Roßbrunnen aus gesehen27.03.2020 – Blick durch das Triumphtor zum Neuen Palais25.03.2020 – vor dem Neuen Palais mit Blick auf die Communes mit dem Triumphtor22.03.2021 – Blick zum Belvedere auf dem Pfingstberg14.03.2020 – Die Eremitage im Neuen Garten 06.11.2019 – Teide07.04.2019 – vor dem Orangerieschloss die kranzwerfenden Viktoria01.04.2019 – Ruinenberg – im Monopteros mit dem Normanischen Turm und der Theaterwand31.03.2019 – Ruinenberg – Monopteros und Gebälk tragende ionische Säulen27.02.2019 – Belvedere auf dem Klausberg26.02.2019 – Belvedere auf dem Pfingstberg22.02.2019 – Belvedere auf dem Klausberg
Am 28.03.2021 war es mal wieder soweit und der Förderverein Pfingstberg e.V. öffnete im Rahmen einer Sonderveranstaltung um 6:15 Uhr seine Pforten. Unter dem Namen „Schlossöffnung zum Sonnenaufgang“ fanden sich über 20 Fotobegeisterte auf den beiden Türmen ein. Ein Blick in den Himmel war äußerst vielversprechend. Schnell das Equipment aufgebaut und es konnte losgehen.
Hochkantpanorama aus 17 Einzelaufnahmen (LR-Mobile + IPhone XS) in PS zu Panorama zusammengefügt.
Hier nochmal als Gesamtbildansicht.
Die kleine LX100 auf dem Gorillapod wurde direkt auf der Brüstung postiert. Alle 5 Sekunden ein Bild, 740 insgesamt zusammengefasst auf 12 Sekunden.
Ein fantastischer Blick über den Schäferberg mit seinem markanten Fernsehturm.
Mit der „Großen“ hatte ich dann die Möglichkeit umherzulaufen und in alle Richtungen die Stimmung einzufangen.
Blick Richtung Süden mit den markanten Silhouetten von St. Nicolai, St. Peter und Paul, dem „Kremel“, Mercure, Großer Refraktor und
Blick Richtung Nordost zum Berliner Fernsehturm und der darunter liegenden Pfaueninsel.
Blick Richtung Südost – Marmorpalais, Königlichen Handels- und Gewerbeschule für Mädchen zu Potsdam (OSZ), Babelsberger Park, Matrosenhaus, Flatowturm.
Für diesen Blick hat sich das Frühe aufstehen gelohnt.
Zum Schluss noch schnell einen Schnappschuss.
Um 7:30 Uhr, also nach knapp einer Stunde auf dem Turm, hieß es auch schon wieder Abschied nehmen.
Wir schreiben den ersten Monat des Jahres 2021. Und was erwarten wir in dieser Zeit des Jahres? Genau. Schnee! Und nach gefühlt einer Ewigkeit war es wieder soweit. Es hat wirklich geschneit. Endlich. Mal wieder. Als gestandener Hobbyknipser durfte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen das eine oder andere Potsdamer Winterbild einzufangen. Man weiß ja nicht wann es wieder so weit ist.
Glück gehabt! Zu Neumond bei bestem Spätsommerwetter durfte ich @tripp-tipp.de ( https://tripp-tipp.de/ ) auf einer Kooperation mit dem Hotel Sonnidyll https://sonnidyll.de/ begleiten. Freitag Vormittag ging es los. Kaum dort angekommen ging es auch schon los. Ab aufs Leihrad nach Milow und mit dem Kanu wieder nach Rathenow zurück. Noch im „Zum Alten Hafen“ fix gestärkt wurde es auch schon Zeit Richtung Sternenpark aufzubrechen. Ein paar Wochen vorher haben wir schon die auf der Seite https://www.sternenpark-westhavelland.de/ empfohlenen Standorte besucht und uns für den Ort Gülpe entschieden.
Gülpe – Blick Richtung Norden. Startrail aus 101x 50sec.-ISO2000-f2-Lumix-G9+Laowa 7,5mm
Knapp 20 min später stehen wir am gewählten Ort. Nun aber schnell die Kameras aufbauen. Gen Süden wurde die Sony mit dem 14mm 1.8ter positioniert um die Milchstraße ins Visier zu nehmen. Mit der App „PhotoPills“ lässt sich mit „Nacht AR“ die gewünschte Komposition und Verlauf ganz gut darstellen.
Standort und geplanter Bildausschnitt in „Photopills“.
Wärend die Sony fleißig knipste, wollte ich auch meine Neuanschaffung mal ausprobieren. Eine sogenannte Reisemontierung. Nun ja. Ausrichten, einnorden und Polaris im Sucherfernrohr finden war natürlich schwieriger als gedacht. Es war einfach schon zu dunkel. Glaube ich zumindest. Baute schließlich alles wieder ab und positionierte die Kamera auf der Brücke Richtung Norden. Der tote Baum, der aufziehende Nebel mit der Taschenlampe in Szene gesetzt und natürlich Polaris oben links.
Gülpe – Blick Richtung Norden. 50sec,-ISO2000-f2-Lumix-G9+Laowa 7,5mm
Richtung Süden stellte sich die erhoffte Komposition ein. Die Pirre ein Nebenarm der Havel und die Sommermilchstraße. Und könnte es nicht noch besser werden zog auch noch Nebel auf.
Gülpe – Blick Richtung Süden mit der Sommermilchstraße, Jupiter, Saturn und aufziehenden Nebel – Bildmontage aus gestackter Milchstraße aus 8 Bildern für mehr Details im Himmel und dem Vordergrund. Sony a7s + Sigma 14mm f1.8.Eine kleine Spielerei. Die Einzelaufnahmen zu einem Startrail zusammengesetzt und mit der gestackten Milchstraße überblendet.
Die Sony knipste und knipste bis der Akku den Geist aufgab. Aus der Masse an Bildern kann man so einiges machen. Eine absolut tolles Tool ist hierfür LRTimelaps von @gwegner https://gwegner.de/zeitraffer/lrtimelapse/ .
Aus den ganzen Einzelaufnahmen lässt sich natürlich auch ein kleines Video erstellen.
Einen Abend später standen wir bereits um 18:30 Uhr bereit für die nächste Fotonacht. Hier bot sich der Beobachtungspunkt 2 – Verbindungsstraße zwischen Hohennauen und Spaatz an. Hier lagen auch noch Strohballen auf dem Feld. Jackpott! Die Wolken verzogen sich Richtung Nordost und die Sony wurde mit Strohballen und der später erscheinenden Milchstraße positioniert. Nun konnte ich mich dem zweiten Versuch widmen in die DeepSky Fotografie einzusteigen. Das Stativ und die Nachführung waren recht schnell montiert. Nun ging es um die Ausrichtung. Die Skalierung Polhöhenwiege ist recht grob und 52° auf einer 3 Grad Teilung einzustellen schon ein wenig knifflig. So und jetzt die ganze Sache noch nach Norden ausrichten. Ok. Da muss ich mir noch was einfallen lassen, aber der Kompass der Smartphoneapp taugt nicht wirklich. Sei`s drumm. In der Zeit zwischen der zivilen und frühen nautischen Dämmerung konnte ich die Montierung relativ genau einrichten. Die Ausrichtung durch das Fernrohr ist nicht gerade konfortabel.
Finde Polaris. Wenn die Grobjustierung der Montierung nicht stimmt. Schier unmöglich. Hier die Reisemontierung mit der G9 und dem Oly 40-150Pro+MC1.4. AmStativ baumelt ein Objektivbeutel mit der Stromversorgung.
Nun war noch etwas Zeit die Abenddämmerung und den Untergang der zunehmenden Mondsichel zu beobachten.
Zunehmender Mond im Westhavelland. 1/8sec. – f4 – ISO4000 – 204mm(KB) – G9+Oly40-150pro+MC1.4
Wärend die Sony den Lauf der Milchstraße unentwegt ablichtete, kümmerte ich mich ums scharfstellen an der Montierung. Hierfür habe ich mir eine Bahtinowmaske besorgt. Diese erleichtert das fokussieren am Sternenhimmel. Nur! Beim Fokusieren bildete sich bei mir, wie überall beschrieben, kein Stern sondern 5 kleine Lichtpunkte wollten übereinander gebracht werden. Das erste Testbild zeigte dann das ich wohl alles richtig gemacht habe. Der lange Peak liegt genau in der Mitte.
Auf einen Stern mit der Bathinowmaske richtig fokusiert.
Nun konnte ich auf die „Jagt“ nach DeepSky Objekten gehen. Nach einigem probieren hatte ich Sie. Das DeepSky Anfängerobjekt schlechhin. Die Andromedagalaxie. Nun konnte es losgehen. Die Nachführung arbeitete und 40sek. Belichtungszeit mit Blende f4 und 420mm(KB) wurden nahezu ohne Versatz abgelichtet. Und das genau 3 Minuten. Der Powerbank war es schlicht zu kalt geworden und die Nachführung blieb einfach stehen. Was tun? Jacke auf Powerbank unter die Achsel geklemmt und schon ging es weiter. Das nächste mal bekommt die Powerbank eine Heizung. Und hier das Ergebnis des ersten DeepSky Versuches.
Wie kommt man auf die Idee in einer Stadt Startrails also Sternspuren aufnehmen zu wollen? Es war reiner Zufall. Ich stand eines Abends zum Sonnenuntergang am Belvedere auf dem Klausberg und habe oder wollte eine Sonnenuntergangstimelaps aufnehem. Da ich mal wieder an meiner Kamera irgendwas verstellt hatte wurden die Bilder immer dunkler und dunkler. Das lag am elektronischen Verschluss der bei der G9 auf 1 sec. begrenzt ist. Super. Nun wurde es immer dunkler und ich stellte fest das einige Sterne doch recht gut zu sehen sind und ich machte einfach weiter.
Und ……
22.02.2019 – Belvedere auf dem Klausberg die 1. oder mein erster Versuch. Lumix G9 + LAOWA 7,5mm f2.0
Als ich dann zuhause das fertige Bild sah war ich echt erstaunt wieviele Sterne die Kamera „sieht“. Nun gab es kein halten mehr. Ha. Wenn das so einfach wäre. Wann kann man nur Sterne sehen? Genau. Nachts im dunkel, bei klarer Sicht und ohne Mond. Genau da ist der Haken. Klare Sicht und keine Mond sind nicht gerade häufig von der Motivation mal ganz zu schweigen. Und ab ende April bis ende September wird es auch hier in Potsdam erst sehr sehr spät dunkel. Am 12.03.2019 war es dann mal wieder soweit Mond/Wetter/Motivation passte und …………
12.03.2019 – Belvedere auf dem Klausberg die 2. – 71x 50sec. im Intervall vonn 55sec. bei ISO800 und Blende 2.0, von 19:41Uhr – 20:45Uhr
Meinung nach Klasse geworden. Was bzw. Wie kann man das Ergebnis vor Ort schon beeinflussen.
Auswahl einiger Einzelbilder mit vorhandenen gewollten und ungewollten „Fehlern“.
Zum einen ist es der Bildausschnitt. Da ich hier mit meinen LAOWA 7,5 f2.0 (15mm KB) und somit einem riesigen Bildwinkel fotografiert habe bekomme ich das gesamte Gebäude, den Himmel und die Bäume mit rauf. Das Gebäude erhält genug Licht von der mehere hundert Meter entfernten Orangerie. Um es ein wenig von innen zu beleuchten habe ich mich hinters Gebäude gestellt und mit dem Smartphonelampe ein wenig Licht ins dukle gebracht. Versuche außen Lichtpunkte zu setzen habe ich nachträglich verworfen. Der Vorteil der vielen Belichtungen ist man kann im nachhinein störende Elemente entfernen. Zu Hause importiere ich die Bilder in Lightroom und „homogenisiere“ die Bilder. D.h. der Weißabgleich wird gleichgesetzt, da ich immer mit automatischem Weißabgleich fotografiere und im RAW (immer im RAW-Format fotografieren) ist das schnell erledigt und die erste Grobentwicklung wird vorgenommen (Höhen, Tiefen, Schwarzpunkt, Weißpunkt) und u.U. wird der eine oder andere Verlauf gesetzt. Nun werden alle Bilder nach PS (in Ebenen) exportiert. Alle Ebenen markieren und mit „Aufhellen“ erscheinen die Sternenspuren und alle anderen „Fehler“ wie Flugzeuge, Spaziergänger mit Taschenlampen und und und. Nun werden alle störenden Elemente ausmaskiert. Wenn elle störenden Elemte entfernt worden werden alle Ebenen zu einer sichtbaren zusammengeführt und PS geschlossen. Das Bild aus PS wird i.d.R. als TIFF gespeichert und erscheint wieder in LR. Hier wird das Bild fertigentwickelt.
20.04.2020 – Die Weinbergterassen und das Belvedere auf dem Klausberg – Diese Composition besteht aus dem Vordergrundbild 1/125sec, ISO200, f2.8 und der Startrailbelichtung 112x15sec. ISO640, f1.7 – der helle Sternstrich ist die Venus25.03.2020 – Die Commun gegenüber des Neuen Palais – 95x 40sec, bei ISO500 und Blende 5.6
Die „Fliegende Victoria“ vor dem Orangerieschloss. 107x 40sec, ISO400, f2.0 vom 07.04.2019 im vorher / nachher Vergleich.
Ruinenberg – Blick auf den Monopteros mit seinen 16 dorischenSäulen 100x 40sec. ISO800, f2.0 aufgenommen am 31.03.2019
10.04.202 – Der Ruinenberg vom Roßbrunnen aus gesehen – 94x 50sec., ISO160, f4.0, 85mm (KB 170mm) LumixG9 + Olympus 40-150pro14.03.2020 – Die Eremitage im Neuen Garten die Schleierwolken und die Lichtverschmutzung zaubern tolle Farben in den Himmel. 48x 50sec. ISO800, f2.017.04.2020 – Das Marmorpalais im Neuen Garten von der Gotischen Bibliothek aus ins Visir genommen. 20x 30sec. ISO640, f2.8 27.03.2020 – Das Neue Palais von den Communs aus gesehen – 90x 50sec. ISO400, f5.6 Eins meiner Liblingsbilder (Montage). Der Ausblick zum Teide vom Aussichtspunkt unterhalb des Observatorio del Teide zum Sonnenuntergang und der daran anschließende Nachthimmel ist spektakulär.20.04.2020 – Der Turm des Drachenhauses 127x 13sec., ISO500, f1.822.04.2020 – Matrosenhaus mit dem Flatowturm – Lumix G9 + Leica 10-25 1.7 (200x 20sec; f1.7; ISO640)21.02.2021 – „Gruppenfoto“ vor dem Belvedere auf dem Klausberg – Lumix G9+Laowa 7,5mm 2.0 MFT (189x 40sec; f2.0; ISO640)
Wenn schon mal die äußeren Umstände passen kommt der Bauer daher und besprüht sein Feld ;o(.