Am 08.04.2020 war es mal wieder soweit. Ein sogenannter Supervollmond stand mal wieder an.
Überlagerung 15x (f2.8, ISO200;1/640sec)den Mond im Abstand von ca. 3min 05:00Uhr bis 05:45Uhr und dem Vordergrundbild (f2.8, ISO200,0,76sec.) um 05:50Uhr -> siehe Vidoanleitung ;o)
Das Wetter versprach traumhaft zu werden und durch COV-19 zeigte sich der Himmel ohne störende Objekte Objekte. Warum also nicht die Chance nutzen ein wenig knipsen zu gehen und die eine oder andere Idee umsetzen zu können. Dank der sehr praktische App PhotoPills konnte ich mir vorher anschauen wann und wo der Mond steht und mein Location grob vorher planen.
Ich stand um 03:00 Uhr :o( auf und war gegen 04:00 Uhr am Platz.
Am Platz?
Gemeint ist der Anleger gegenüber der Heilandskirche in Sacrow in/bei Potsdam. Der Riesenvorteil ist das man direkt am Anleger sein Fahrzeug abstellen kann. Für alle die nicht so gut zu Fuß sind also ideal ;-).
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Nun stand ich hier und hatte alles soweit eingerichtet. D.h. Bildausschnitt, natürlich manuell fokusiert, Probeshots gemacht um zu schauen das alles passt. Um 05:00Uhr ging es nun los den Mond in seinem Lauf aufzunehmen. D.h. der Mond ist richtig belichtet (hier bei mir f2.8, ISO200 und 1/640sec.) der Rest des Bildes ist natürlich schwarz. Also musste noch ein 2. auf die Landschaft belichtetes Bild her.
Da ich die vorigen Bilder mit 40mm (KB80mm) aufgenommen hatte nahm ich nun den Mond mit den maximal möglichen 150mm (KB300mm) ins Visier. Mal schaueen was man damit später noch anfangen kann ;o).
Hier nun die mehr oder weniger realistischen Bilder, Bildkompositionen und Videos.
Bildkomposition aus 40mm (80mm KB) Vordergrund und 150mm (300mm KB) Mond. PS macht es möglich.Vordergrund Panorama aus 5×3 Aufnahmen + Mondaufnahme in PS überblendet.Der Mond steht an der richtigen Stelle ;o) – 40mm vs. 150mm
Hier ein kleines Videotutorial: Wie erstelle ich ein Bewegungsablauf in einem Bild.
Wie kommt man auf die Idee in einer Stadt Startrails also Sternspuren aufnehmen zu wollen? Es war reiner Zufall. Ich stand eines Abends zum Sonnenuntergang am Belvedere auf dem Klausberg und habe oder wollte eine Sonnenuntergangstimelaps aufnehem. Da ich mal wieder an meiner Kamera irgendwas verstellt hatte wurden die Bilder immer dunkler und dunkler. Das lag am elektronischen Verschluss der bei der G9 auf 1 sec. begrenzt ist. Super. Nun wurde es immer dunkler und ich stellte fest das einige Sterne doch recht gut zu sehen sind und ich machte einfach weiter.
Und ……
22.02.2019 – Belvedere auf dem Klausberg die 1. oder mein erster Versuch. Lumix G9 + LAOWA 7,5mm f2.0
Als ich dann zuhause das fertige Bild sah war ich echt erstaunt wieviele Sterne die Kamera „sieht“. Nun gab es kein halten mehr. Ha. Wenn das so einfach wäre. Wann kann man nur Sterne sehen? Genau. Nachts im dunkel, bei klarer Sicht und ohne Mond. Genau da ist der Haken. Klare Sicht und keine Mond sind nicht gerade häufig von der Motivation mal ganz zu schweigen. Und ab ende April bis ende September wird es auch hier in Potsdam erst sehr sehr spät dunkel. Am 12.03.2019 war es dann mal wieder soweit Mond/Wetter/Motivation passte und …………
12.03.2019 – Belvedere auf dem Klausberg die 2. – 71x 50sec. im Intervall vonn 55sec. bei ISO800 und Blende 2.0, von 19:41Uhr – 20:45Uhr
Meinung nach Klasse geworden. Was bzw. Wie kann man das Ergebnis vor Ort schon beeinflussen.
Auswahl einiger Einzelbilder mit vorhandenen gewollten und ungewollten „Fehlern“.
Zum einen ist es der Bildausschnitt. Da ich hier mit meinen LAOWA 7,5 f2.0 (15mm KB) und somit einem riesigen Bildwinkel fotografiert habe bekomme ich das gesamte Gebäude, den Himmel und die Bäume mit rauf. Das Gebäude erhält genug Licht von der mehere hundert Meter entfernten Orangerie. Um es ein wenig von innen zu beleuchten habe ich mich hinters Gebäude gestellt und mit dem Smartphonelampe ein wenig Licht ins dukle gebracht. Versuche außen Lichtpunkte zu setzen habe ich nachträglich verworfen. Der Vorteil der vielen Belichtungen ist man kann im nachhinein störende Elemente entfernen. Zu Hause importiere ich die Bilder in Lightroom und „homogenisiere“ die Bilder. D.h. der Weißabgleich wird gleichgesetzt, da ich immer mit automatischem Weißabgleich fotografiere und im RAW (immer im RAW-Format fotografieren) ist das schnell erledigt und die erste Grobentwicklung wird vorgenommen (Höhen, Tiefen, Schwarzpunkt, Weißpunkt) und u.U. wird der eine oder andere Verlauf gesetzt. Nun werden alle Bilder nach PS (in Ebenen) exportiert. Alle Ebenen markieren und mit „Aufhellen“ erscheinen die Sternenspuren und alle anderen „Fehler“ wie Flugzeuge, Spaziergänger mit Taschenlampen und und und. Nun werden alle störenden Elemente ausmaskiert. Wenn elle störenden Elemte entfernt worden werden alle Ebenen zu einer sichtbaren zusammengeführt und PS geschlossen. Das Bild aus PS wird i.d.R. als TIFF gespeichert und erscheint wieder in LR. Hier wird das Bild fertigentwickelt.
20.04.2020 – Die Weinbergterassen und das Belvedere auf dem Klausberg – Diese Composition besteht aus dem Vordergrundbild 1/125sec, ISO200, f2.8 und der Startrailbelichtung 112x15sec. ISO640, f1.7 – der helle Sternstrich ist die Venus25.03.2020 – Die Commun gegenüber des Neuen Palais – 95x 40sec, bei ISO500 und Blende 5.6
Die „Fliegende Victoria“ vor dem Orangerieschloss. 107x 40sec, ISO400, f2.0 vom 07.04.2019 im vorher / nachher Vergleich.
Ruinenberg – Blick auf den Monopteros mit seinen 16 dorischenSäulen 100x 40sec. ISO800, f2.0 aufgenommen am 31.03.2019
10.04.202 – Der Ruinenberg vom Roßbrunnen aus gesehen – 94x 50sec., ISO160, f4.0, 85mm (KB 170mm) LumixG9 + Olympus 40-150pro14.03.2020 – Die Eremitage im Neuen Garten die Schleierwolken und die Lichtverschmutzung zaubern tolle Farben in den Himmel. 48x 50sec. ISO800, f2.017.04.2020 – Das Marmorpalais im Neuen Garten von der Gotischen Bibliothek aus ins Visir genommen. 20x 30sec. ISO640, f2.8 27.03.2020 – Das Neue Palais von den Communs aus gesehen – 90x 50sec. ISO400, f5.6 Eins meiner Liblingsbilder (Montage). Der Ausblick zum Teide vom Aussichtspunkt unterhalb des Observatorio del Teide zum Sonnenuntergang und der daran anschließende Nachthimmel ist spektakulär.20.04.2020 – Der Turm des Drachenhauses 127x 13sec., ISO500, f1.822.04.2020 – Matrosenhaus mit dem Flatowturm – Lumix G9 + Leica 10-25 1.7 (200x 20sec; f1.7; ISO640)21.02.2021 – „Gruppenfoto“ vor dem Belvedere auf dem Klausberg – Lumix G9+Laowa 7,5mm 2.0 MFT (189x 40sec; f2.0; ISO640)
Wenn schon mal die äußeren Umstände passen kommt der Bauer daher und besprüht sein Feld ;o(.
Im Mai 2019 bereisten wir von Calgary aus Westkanada und Vancouver Island mit dem Wohnmobil. 4662 km in 4 Wochen versucht auf ein paar Bilder zu komprimieren. Wir starteten im Winter erlebten einen kurzen Frühling und schwitzen bei sommerlichen Temperaturen. Auf dem Rückweg noch ein wenig in Whistler die Pisten unsicher gemacht. Eine 36kM Wanderung zu den Emperor Falls am Mount Robson unternommen und den atemberaubenden Icefield Parkway befahren. Am Ende trübten gewaltige Waldbrände 2000km entfernt die Sicht. Viel Spass beim schauen….
Hier grob unsere Route. Alle Stops, Highlights, Campgrounds etc. pp. sind nicht alle enthalten. Liegen aber meist am Wegesrand.
Bei herrlichstem Wetter begrüßt uns das Belvedere auf dem Pfingstberg. Grund unseres heutigen Ausfluges ist eine exklusive Führung durch und auf das letzte große und nie vollendete Bauwerk der Hohenzollern.
Italien in Potsdam
Rotraut,
eine der Retterinnen der ersten Stunde, der wir verdanken, dass wir
überhaupt die Möglichkeit haben, hierherzukommen, erklärte sich bereit,
ein paar Reisebloggern einen Einblick in die Geschichte dieses Ensembles
zu geben. Unter neidischen Blicken betraten wir das Innere des
Schlosses. Hier erfuhren wir, in den nächsten 3 Stunden nicht nur das
Allgemeneine, sondern auch sehr sehr sehr viel über die letzten äußerst
ereignisreichen 60 Jahre. Eine wechselhafte Geschichte nach dem Abdanken
der Hohenzollern. Was wohl den wenigsten bewusst ist, ist, dass wir den
heutigen Zustand einigen wenigen Mutigen verdanken. Die mit sehr viel
Engagement, persönlicher Liebe, Mut und Ausdauer, ohne staatliche Hilfe
Potsdams schönste Aussicht wieder entstehen liesen.
Durchblick
Das schöne an solch alten Gebäuden ist die Sichtbarkeit der tragenden Strukturen und der Massivität, die diese mit sich bringen. Heutige moderne Gebäude wären unter gleichen Bedingungen nicht mehr sanierungsfähig und müssten abgerissen werden. Nicht so das Pfingstberg Belvedere, welches trotz der starken Vernachlässigung und mutwilligen Zerstörung, einfach stehenblieb und seinem scheinbar besiegeltem Ende trotzte.
Ein äußerst interessanter Fakt ist, dass durch die Devisenknappheit in der DDR die obigen gezwungen waren, zumindest das Wasserbecken in Stand zu halten, da dieses, die Wasserspiele des Neuen Garten übrigens bis heute zuverlässig bedient.
Traumhafte Ausblicke
Es stellt sich die Frage, warum dieser Schatz so vernachlässigt wurde Und sogar ab 1985 aus den offiziellen Karten verschwand. Die Lösung ist ganz banal und einfach und wird jedem klar, der sich ein wenig in Geschichte und Geografie auskennt und einfach einen der beiden Türme besteigt. Für alle Neugierigen und Romantiker bieten sich hier die Mondnächte hervorragend an.
Erstaunt bin ich immer noch, über die Konstellation Eigentümerin und
Förderverein. Eigentümerin ist die SPSG. Der Förderverein kümmert sich
um Erhalt und Betrieb in Eigenregie und komplett ohne finanzielle
Zuwendung des Eigentümers, ohne jedoch komplett frei entscheiden zu
können. Hier ist der Idealismus des Fördervereins gar nicht hoch genug
zu schätzen / loben / bewerten. Wer würde schon sein letztes Hemd für
eine Sache geben, ohne das er jemals Teilhaber wird.
Diese
Energie und die Einsatzbereitschaft hat mich nachhaltig beeindruckt.
Dies und der Wunsch, mich am Erhalt zu beteiligen, führt mich am Ende
zum kleinen Spendenobelisken vor dem Eingang, welcher sichtbar meinen
Beitrag in sich aufnahm.
Foto-Tip an alle Hobbyknipser, Nachts kommt man zwar nicht ins Gebäude – davor ist man aber ungestört, da es keine Park-Schließzeiten gibt.
Lumix G9+LAOWA 7,5mm mft – 60 x 45sec. – f2 – ISO640 – in LR + PS entwickelt
Und nochmal an alle zukünftigen Besucher: Jeder Cent Eintritt dient dem Erhalt und dem Schutz dieses Kleinods.
Im November 2018 verbrachten wir 2 fantastische Wochen auf der Kanareninsel. Selbst wir Individualisten fühlten uns hier sehr wohl. Von unserer Ferienwohnung aus erkundeten wir die ganze Insel. Und der Teide hat es uns ganz besonders angetan. Doch schaut selber
Im Laufe meiner „Weiterbildung“ bin ich über die Freeware DeepSkyStacker gestolpert mit der sich ohne Nachführung Langzeitbelichtungen simulieren Lassen. Hier nun mein erster Versuch. 34 Einzelbilder meiner Timelaps nach dem Untergang des Mondes miteinander verrechnen lassen, in LR entwickelt und in PS den unscharfen Vordergrund ausgetauscht. Die Farben sind natürlich „ein wenig“ übertrieben. ABER vorhanden. Nursehen wir sie nicht mit dem bloßen Auge. Der markante „Stern“ Mitte/Oben/Links ist der Mars. Das Rauschen soll man mit sog. Dark- und Flatframes in den Griff bekommen. Mal sehen. Was dann so rauskommt. #teide #tenerife #lumixg9 #fotokahl #laowa7_5mm #deepskystacker
Und hier eine Composition aus 2 Bildern mit Mond. Photoshop macht es möglich.Gleicher Ort aber unterschiedliche Zeiten. PS macht es möglich.Und noch einer. Weil es einfach nur Spaß macht.
Und nun meine 2. Timelaps. Aufgenommen im November auf Teneriffa im Teide Nationalpark. Glücklicherweise machte die Kamera die ganze Arbeit. Wir saßen derweil im Auto und genossen das Spektakel im warmen.
Anfang November in El Medano auf der Kanareninsel Teneriffa. Hier mein
erster richtiger Versuch einer Timelaps mit Musik und Abspann. Mein
„Setting“ ist die G9 mit meinem derzeitigen Liebling dem Laowa 2.0.
Entwickelt mit LR und meiner neusten Errungenschaft LRTimelaps.